Montag, 19. Oktober 2009

Das Begehren

Ich habe mit und Dank K. erfahren, was Leidenschaft wirklich bedeutet. Ich habe Dimensionen kennengelernt, die ich zuvor in mir gar nicht kannte. "Sex haben" hat für mich damit eine andere, neue Dimension erhalten. Im Moment habe ich kein Interesse, mit anderen Frauen sexuelle Beziehungen einzugehen, aus dem an sich einfachen Grund, weil ich weiss, was ich mit K. erlebe - und dieses Erleben ist in dieser Tiefe kaum zu überbieten. Ich würde mich vermutlich bloss langweilen, wenn ich mit einer anderen Frau schlafen würde. Ich weiss intuitiv, dass das Feuer, dieses unbeschreibliche geile Gefühl von Lust und Begierde, in mir nicht lodern würde.Ich will aber, dass es lodert. Ein bisschen Knistern und ein bisschen Ziehen, nein, das genügt mir nicht mehr.

Das heisst: Ich bevorzuge Qualität vor Quantität. Lieber wenig, dafür aber von höchster Güte. Wenn ich Lust auf einen Tropfen Wein habe, dann möchte ich Qualitätswein geniessen können, Schluck für Schluck, da muss Manches stimmen, bloss bitte keinen Fusel aus dem Discounter.

Als junger Mann mochte ich die Lieder von Konstantin Wecker, dem Apologeten wechselnder Sexualbeziehungen. Damals fand ich seine Texte geil, seine Musik melancholisch. Heute gähne ich bloss noch, wenn ich seine Lieder höre. Nein, es geht nicht primär darum, möglichst viele Sexualpartner zu haben, das mag der Macho und Don Juan anstreben, ich gehöre nicht dazu. Was ich will ist die Begierde, die grenzenlose Lust, ich will wissen, was meine Partnerin mag, was sie rasend macht, was sie braucht, und um dies und noch viel mehr in Erfahrung zu bringen, muss und will ich mich auf sie einlassen, ich will mit ihr eine Reise ins Reich der Sinne antreten, immer wieder, und dabei immer weiter vorstossen...

Im Moment ist es einfach so, dass ich K. begehre, und das genügt mir.
Und es stört mich nicht im Geringsten, dass dem so ist.
Ich will im Hier und Jetzt leben. Punkt. Was dereinst kommen mag, weiss ich ohnehin nicht.

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